Seminar zum Thema „Menschen und Kriege“ beeindruckt die Teilnehmer
Der Vortrag „Menschen und Kriege - eine unlösbare Verbindung?“ von Thomas Ramm am vergangenen Freitag im FLiO Bohmte (Bremer Str. 7c, 49163 Bohmte) beschäftigte sich mit Fragen, die viele von uns angesichts des Krieges in der Ukraine derzeit umtreiben.
Warum finden wir in der gesamten Menschheitsgeschichte immer wieder Kriege zwischen Ländern, Staaten, Menschen? Viele Menschen sterben im Auftrag ganz weniger Menschen. Menschen werden zu Opfern und grenzenloses Leid entsteht. Ist das nicht völlig absurd? Dennoch – oder vielleicht gerade deswegen – haben sich Politiker auf Regeln im Krieg geeinigt, nämlich das Kriegsvölkerrecht. Ist Krieg also immer noch ein Mittel der Politik? Wie kann das angesichts von Atomwaffen möglich sein? Ist Pazifismus die Lösung? Gibt es gar gerechte Kriege? Und wie geht es eigentlich den beteiligten Soldaten? Was ist ihre Motivation - vielleicht sogar ihre Überzeugung - als Teil der Streitkräfte das Richtige und moralisch Gebotene zu tun?
Der Vortrag warf diese Fragen nicht auf. Die Fragen existieren schon längst. Doch die persönlichen Schilderungen aus seiner Zeit als Offizier der Bundeswehr, die Verbindung zu den Erkenntnissen der Wissenschaft und die Gedanken und Gefühle der Seminarteilnehmer und –teilnehmerinnen sorgten für einen intensiven und teilweise emotionalen Abend.
Alle Anwesenden waren sich einig: Das Thema ist es wert, sich damit offen und kritisch auseinanderzusetzen. So brachte es ein Anwesender auf den Punkt, in dem er formulierte: „Das war heute Abend besser und intensiver als jede Talkshow im Fernsehen.“
Die Veranstaltung fand im Rahmen des FLiO-Programms des Vereins Lebensperspektiven e.V. statt. (www.flio-lp.de)